Auf ins Schulleben! - SchulSpringer - Hundgestützte Pädagogik

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Auf ins Schulleben!

Sunny und Lion begleiten nur mich in meiner eigenen Klasse, evtl. noch in einer Fachklasse,
wenn es dem Stundenplan der Hunde entspricht. Die beiden bleiben nicht mit einer Fachlehr-
kraft in meiner eigenen Klasse und werden nicht von dieser eingesetzt. Ich kenne die Körper-
sprache meiner Hundes am besten und kann somit entscheiden, wann ich die beiden aus
dem Unterrichtsgeschehen herausnehmen muss. Ein Fachlehrer erkennt das nicht.
Der Einsatz oder einfach nur die Anwesenheit in der Schule ist für die Hunde sehr anstren-
gend. Ich alleine trage ich die Verantwortung über die seelische und körperliche Gesundheit
meiner Hunde. Aus diesem Grund muss ich das Verhalten meiner Hund während des Unter-
richts, während der Arbeit mit den Kindern, aber auch zu Hause genau beobachten und dem-
entsprechend reagieren. Denn nur gesunde Hunde bereichern unseren Alltag und gehen
gerne mit zur Schule.

Bevor einer meiner Hunde, das mit Kindern gefüllte Klassenzimmer betritt, muss ich meine
Copädagogen langsam an den Schulalltag gewöhnen.

So führe ich meine Hunde in das Schulgeschehen ein:
kennen lernen des Klassenzimmers und der Schule erst ohne Kinder,  kennen lernen der
Lehrer, Vorbereitung der Schüler (wichtige Regeln im Umgang mit dem Hund besprechen,
Empathiespiele), erste gemeinsame Unterrichtsstunde genau zuvor besprechen, reibungs-
loser Ablauf muss gewährleistet sein, der Hund nimmt zu den Kindern Kontakt auf, nicht
umgekehrt, ängstlichen Schülern wird selbst bestimmter Abstand zum Hund gewährt,
Schüler lernen Hund auf freiwilliger Basis kennen, die ersten Schulwochen = Eingewöh-
nungszeit ohne großen Einsatz, im Verlauf der anschließenden Wochen darf der Hund
mit den Kindern immer mehr und mehr zusammenarbeiten, viele Ruhephasen einplanen,
der Hund darf sich aus einer aktiven Phase von alleine zurückziehen, Ruhe- und Arbeits-
plätze für den Hund schaffen, Rituale zur Sicherheit des Hundes einführen (Stressabbau
beim Hund, Arbeitsbeginn, -ende, ...)

Wenn der Hund das erste Mal nun in ein mit Kindern gefülltes Klassenzimmer kommt,
kennt er dieses wie sein zweites Zuhause. Die Kinder sitzen auf ihren Stühlen und bekom-
men Beobachtungsaufgaben oder Malaufträge rund um den Hund. Alle Kinder haben ihre
Hände auf dem Tisch. Der Hund wird nicht gerufen oder gestreichelt. Die ersten Minuten
im Klassenzimmer gehören ihm ganz allein. Er kann von sich aus auf die Kinder zugehen
und selber entscheiden, ob er Kontakt aufnehmen möchte oder nicht. Nach einer  Einge-
wöhnungszeit, die ich individuell abstimme, dürfen die Kinder Kontakt mit meinem Hund
aufnehmen. Aber auch hier entscheidet der Hund, zu welchem Kind er gehen möchte.
Während mein Hund durch die Klasse läuft, schnuppert oder sich ablegt, dürfen die
Kinder fragen stellen. Am Ende dieser ersten Stunde führe ich mit meinem Hund ein paar
Ticks durch. Aber alles in Maßen!
Die Folgestunden mit Hund sind anfangs gleich aufgebaut. Mein Hund kommt in das Klas-
senzimmer, die Kinder verhalten sich ruhig. Meistens beginnen wir diese Stunde mit Still-
arbeit. Nach und nach dürfen die Kinder dann mit meinem Hund/meinen Hunden arbeiten.
Eine Einheit von 15 Minuten ist ausreichend genug. Nicht in jeder Stunde setze ich meine
Hunde aktiv ein.
In den Förderstunden allerdings arbeiten Sunny und Lion 45 Minuten mit einer Kleingruppe
zusammen. Hier gilt es besonders aufzupassen, damit ich keinen meiner beiden Vierbeiner
überlaste. Nach diesen Stunden, haben meine beiden bis es nach Hause geht, keinen Einsatz
mehr.


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