Lehrer-Hund-Voraussetzungen - SchulSpringer - Hundgestützte Pädagogik

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Lehrer-Hund-Voraussetzungen

Voraussetzungen des Pädagogen:
Berufserfahrung, qualifizierte Ausbildung im Bereich der Tiergestützten Pädagogik, ein großes Maß an Kenntnissen und Sachwissen über seinen Hund (Unsicherheiten oder Nichtwissen -> kein effektives Arbeiten -> Stress beim Lehrer -> überträgt sich auf den Hund), Stresssignale des Hundes erkennen können, Stress beim Hund reduzieren können, Grundwissen über Bedingungen und Prozesse der Tiergestützen Pädagogik muss vorhanden sein, damit kleine Prozesse, die auf Dauer etwas verändern können, erkannt und pädagogisch genutzt werden können, Wissen über das Einsetzen des Hundes (Stundenplan, Tagesform, in spontanen Situationen angemessen handeln, die Länge der Arbeitsphase ist vom Hund abhängig, …), ein Aufmerksamkeitssignal holt den Hund aus einer Situation heraus, sehr enge und gute Bindung zum Hund.

Voraussetzungen des Hundes:

Familienhund, körperliche Gesundheit, seelische Gesundheit, kinderfreundlich, menschenfreundlich, Orientierung am Menschen und nicht an anderen Hunden, kontaktfreudig, neugierig, nicht zu dominant, nicht zu keck, kein Herdenschutztrieb,  gehorsam, sicher abrufbar, nicht bellfreudig, nicht sehr geräuschempfindlich, nicht unsicher, mutig, gute Bindung zum Halter, sucht Körperkontakt zum Halter, Arbeitsfreude, motivierbar, Spielfreude, aufmerksam, zurückhaltend, der Hund sollte zu den Schülern passen, niemanden anspringen (trainierbar), grobes Handling gewöhnt sein,  Gelassenheit/innere Stabilität/Ausgeglichenheit, positiv: beobachtender Hund, der dann durch Abgucken lernen kann, wenn es geht, sollte er nicht so sabbern (rassebedingt), intelligenter Ungehorsam (d.h. der Hund zieht sich aus unangenehmen Situationen selbst zurück), bei „Angriffen" sollte er ausweichen (Alternativhandlung kann er erlernen), pfiffig ist, wenn er gerne apportiert, belastberer Hundehalter, ein Halter, der über Entwicklung, Erziehung, Lernverhalten, Trainingsverhalten, Problemvermeidung, Problembehandlung und Krankheit Fachwissen hat.

Evelyn Buchholz-Dassen fügt auch noch die Fellbeschaffenheit, das Aussehen und die Körpergröße hinzu:
Weiches Fell lädt zum Kuscheln ein. Rauhes Fell kann für die taktilen Reize nützlich sein. Augen sollten deutlich erkennbar sein. Ein freundliches Gesicht mit dunklen Augen nimmt die Angst. Schlappohren – Stehohren – Kippohren wirken jeweils anders. Großer oder kleiner Hund (im Zuge der Inklusion, Rollstuhlkinder,
Beinhöhe der Kinder bei Tunnelübungen, …)?
Welpe oder erwachsener Hund? Optimal ist ein Welpe, der von Anfang an gezielt erzogen und trainiert
werden kann. Ein Hund aus dem Tierheim kann auch ein guter Einsatzhund sein, muss aber gut beobachtet werden.

Viele Dinge kann man trainieren. Aber man kann aus einem Hund mit besten Anlagen bei Unwissenheit auch
einen angstaggressiven Hund machen.
So kann man allerdings auch aus einem Tiger kein Kaninchen machen (Maria Hense).

Deshalb ist die wichtigste Voraussetzung
für einen Hund im Einsatz,
ein ausgebildeter und fachlich qualifizierter Hundepädagoge, der mit seinem eigenen Hund zusammen die Ausbildung absolviert hat.


 
 
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